Sonntag, 30. Oktober 2011

29 Jahre "Turma Do Flau"

Letzte Woche Sonntag feierte Das Projekt " Turma Do Flau" 29. jähriges Jubiläum. 
Es gibt schon Enkel die dieses Projekt besuchen, deren Grossväter oder Großmütter im Projekt Turma Do Flau aufgewachsen sind. 
Aufjedenfall war dies ein Anlass ordentlich zu feiern. Ausser Maracatu und Capoeira, gab es einen riesigen Kuchen und den Kindern wurde ein köstliches Essen herbeigezaubert. In der Kirche besannten wir uns den Kinderopfern die leider wegen Drogen udn Gewalt von uns gegangen sind und das 29. jährige Jubiläum nicht miterleben konnten. Wir denken an sie ganz fest. 

Information zum Projekt "Turma Do Flau"
In dem Armenvierteln Brasília Teimosa in Recife, Nordost-Brasilien arbeitet die brasilianische Ordensschwester Irmã Aurieta Duarte Xenofonte seit nunmehr 20 Jahren mit insgesamt über 300 Kindern im Alter von 3-17 Jahren. Die Gruppe nennt sich nach dem regionalen Namen des von ihnen hergestellten Wasser-Eises (Gruppe vom Flau): "Turma do Flau".
Das vielseitige Engagement von Schwester Aurieta und ihrem Mitarbeiter-Team hat zum Ziel, dass die Kinder nicht auf der Straße der Großstadt Recife landen. Man legt großen Wert auf die schulische Begleitung der Kinder und Jugendlichen. Nur durch die intensive Förderung der Bildungs- und Bewusstseinsarbeit im Projekt haben die Kinder eine Chance auf Zukunft. Neben dem Besuch der öffentlichen Schulen erhalten die Kinder einen weiteren Förderunterricht angepasst an ihre Lebensrealität, mit einer Pädagogik, die speziell für sie entwickelt wurde. Es werden Grundkenntnisse im Gesundheitswesen, in Hygiene und Körperpflege vermittelt. Darüber hinaus steht eine Kinderkrippe zur Verfügung. So können die oft alleinstehenden Mütter einer regelmäßigen Arbeit nachgehen. Wichtiger Bestandteil der Projektarbeit ist die Einbeziehung der Eltern/Mütter in die
Projektaktivitäten. 














Sonntag, 16. Oktober 2011

Machismus

Wie kommt es, dass in den ärmeren Vierteln mehr Frauen als Männer leben? Wo sind die Männer hin?
Entweder sind sie schon früh durch Drogen oder Schießerreien gestorben oder sie sitzen bereits im Gefängnis. Daher gibt es viele alleinerziehende Mütter in Brasília Teimosa.
So größer ist dafür die Auswahl für die wenigen Männer, die noch hier leben. Nicht umsonst werden Brasilianer als die  Männer genannt, die am meisten fremdgehen in der ganzen Welt. Es ist normal, dass ein Mann, Frau und Kinder daheim hat, aber nebenher mehrere Affären, hat er dies nicht, gilt er unter den Männern auch nicht als " wahrer Mann". Es stimmt einen doch dann traurig, dass die jungen Mädchen sich mit einer rosaroten Brille auf einen Brasilianer einlassen und nachdem sie ein Kind haben feststellen, dass dieser niemals nur ihnen gehören wird. Leider haben die meisten nicht die möglichkeit sich von ihren Mann zu trennen, dafür fehlt das Geld, ein Platz zum wohnen. Da Frauen hier doch die Hausarbeit erledigen und der Mann arbeiten geht.

Überhaupt das Wort "Gleichberechtigung" hat in den armen Vierteln noch nicht viel Gehör bekommen. Frauen werden als  bzw. Eigentum betrachtet und dementsprechend auch mit wenig Respekt behandelt. Würden die Frauen sagen, dass sie nichtmehr auf Affären eingehen mit verheirateten Männern oder überhaupt es nicht dulden, wenn sie die bessere Bildung hätten, Unabhängig geld verdienen, dann würde sich dies auch ändern. Aber so einfach ist das doch nicht :(. Machismus wird hier in Brasilien ganz groß geschrieben und jeden Tag auch gelebt.

Brasilien braucht mehr Gleichberechtigung! die Frauen brauchen mehr Selbstbewusstsein und müssen in ihrem Bildungsweg mehr unterstützt werden.

Liebe Grüße

Eure Antonia

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Diz sim á Vida!

Die nächste Parade, an der sich unser Projekt "Turma Do Flau" beteiligte, beinhaltete das Motto :" Sag ja zum Leben, sei gegen Gewalt, Drogen und Abtreibung." Da Brasilien ein sehr strenges katholisches Land ist, gilt die Abtreibung hier als Illegal. Am 4. Oktober versammelten sich tausende von Menschen  auf der Avenida Boa Viagem, das Viertel der Reichen in Recife. Es wurde wieder gefeiert, demonstriert und wie es so üblich ist in Brasilien, sehr viel gebetet.