Die vielen verschiedenen Einflüsse der Kulturen finden sich auch in den Speisen des Nordosten wieder. Hier ist der afrikanische Geschmack vor allem vebreitet, das bedeutet, viel Hühnchen und scharfe Gewürze.
Und an der Küste dürfen natürlich die Fischgerichte nicht fehlen.
Bacalhau ist wohl der bekannteste Fisch, verbreitet worden von den Portugiesen. Diesen gesalzenen, getrockneten Fisch verwendet man für viele Eintöpfe, jedoch gehörte er nicht zu meinen Lieblingsspeisen.
Zu meinen Lieblingsgerichten gehörte natürlich Tapioca, Acaraje und Cuzido.
Tapioca findet man in Recife / Olinda so gut wie an jeder Ecke. Tapioca besteht aus Stärke der Maniok Wurzel, was wie weißes Pulver aussieht und einer Zutat, die ebenfalls aus der Maniokpflanze gewonnen wird, was eine Wirkung wie Gummi hat. Tapioca ist ein weißer Fladen, bzw ein Crepe, das leicht gummihaft ist, mit verschiedenen Inhalten, wie Käse, Cocos-Raspeln, Shrimps, Schinken.
Traditionell isst man es mit Kokosraspeln und Käse, der dann geschmolzen ist. Definitiv ein Gaumengenuss!
Acaraje, aus Bahia. Sieht aus wie ein Brötchen, bestehend aus Bohnen, Zwiebeln und Kartoffel, das paniert und wird anschließend aufgeschnitten für die Füllung. Meistens kommen da zwei verschiedene grüne Massen rein, wovon ich nicht weiß, woraus sie zubereitet werden. Dazu etwas Tomate, Zwiebeln und am Schluss dürfen natürlich nicht die Shrimps fehlen und Pimnente. Scharf ist ein gutes Kennzeichen für die Küche aus Bahia.
Cozido, eines der wenigen Gerichte in Brasilien, für die extra Gemüse zubereitet wird, wie Kartoffeln, Möhren, Broccoli. Und gekochtes Rindfleisch. Im Grunde ein Gericht, das ausnahmsweise nicht mit viel Fett bzw Öl gekocht wird.
Die brasilianische Küche ist sehr fetthaltig und Gemüse oder Salate werden nicht häufig gegessen. Gemüse befindet sich in Feijoa, dem Traditionsgericht aus schwarzen Bohnen, aber separat kommt es so gut wie nie auf den Tisch.
Feijoade, das Nationalgericht aus Brasilien. Schwarze Bohnen mit Reis und Fleisch, Farofa (Maniokpulver) und ein kleines Salätchen aus Zwiebeln, Paprika und Tomate.
Kommt im Grunde genommen jeden Tag auf den Tisch, ebenfalls Nudeln, bzw. Spaghetti.
Abwechslungsreich ist die brasilianische Küche nicht, da jeden Tag alles aufgetischt wird, wie beim Self-service. So, dass ich nach einer Weile die Feijoada nicht mehr sehen konnte.
Aber das Beste in Brasilien ist das Obst.
Obstsorten, von denen ich noch nie in meinem Leben gehört habe, wie Caja, Caju, Acerola, Graviola. Schmeckt aber alles gut und es gibt immer zum Essen die hervorragenden frisch gepressten Säfte.
Ganz oben steht natürlich Acaí, die exotische Frucht aus dem Amazonas, eine schwarze, violette Masse, die als Saft oder auch als cremiges Eis mit Bananen und Knuspermüsli gegessen wird. Geschmack kann ich leider nicht beschreiben, sehr eigen, aber DELIZIÖS!
Ganz klar, es gibt nichts Besseres als Acaí!
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